Die Entwicklung der Schneckling (und anderer
Colchozoa) we
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| Schematische Übersicht über die Entwicklung von Colchozoa und Metazoa |
Auf Terra wie auf Colchis beginnt sich eine erste Zelle, die
befruchtete Eizelle (Zygote) zu teilen und bildet einen kleinen
Zellhaufen (Morula). Bei den irdischen Tieren entsteht hieraus eine
flüssigkeitsgefüllte Kugel, die Blastula, die einem freischwimmenden
Vorfahren der höheren Tiere entspricht. Die Blastula stülpt sich dann zur Gastrula
ein, wodurch die Zellen sich zuin zwei Keimblättern organisieren, dem Ectoderm,
welches die Körperoberfläche und später das Nervensystem bildet, und dem Endoderm,
von dem sich der Verdauungstrakt und die inneren Organe ableiten. Nesseltiere
wie Quallen und Korallen bleiben auf diesem Stadium mit nur einer
Körperöffnung, während bei allen höheren Tieren der Darm auf der anderen Seite
durchbricht wobei die neue Öffnung zum After (bei den Protostomia wie z.B. Regenwürmern,
Muscheln und Insekten) oder zum Mund wird (bei Deuterostomia wie Seeigeln und
Wirbeltieren). Schließlich wird ein drittes Keimblatt, das Mesoderm
angelegt, das die primäre Körperhöhle, den ursprünglichen Hohlraum der
Blastula, mehr oder weniger weit verdrängt und später z.B. Knochen und
Muskulatur bildet.
Bei den Colchozoa heftet sich die Morula an eine Oberfläche,
bei den ursprünglichsten Formen den Boden, sonst die Oberfläche des Dotters,
und flacht sich zur zweilagigen Bratteola ab, die häufig schon beweglich
ist und einer frühen, Bakterien abweidenden Form entspricht. Dabei
spezialisiert sich die untere Zellschicht zur Nahrungsaufnahme und wird als Trophoderm
bezeichnet, welches später vor allem den Darm und die Atemorgane bildet. Die
obere Schicht erfüllt eine Schutzfunktion, wird als Tectoderm bezeichnet
und bildet später die Körperoberfläche. Meist wird schon bei der Bratteola das
dazwischen liegende Interderm angelegt, das später große Teile der
Muskulatur und des Skeletts bildet. Der entscheidende folgende
Entwicklungsschritt aller Colchozoa ist die Sacculation, bei der sich
die Mitte der Bratteola sackartig abschnürt. Es wird vermutet, dass dies einen
evolutionären Schritt widerspiegelt, bei dem die ursprünglichen Bakterienweider
durch Kontraktion einen größeren Verdauungsraum zu bilden begannen. Die Saccula
entspricht damit teilweise der irdischen Gastrula, zeichnet sich aber dadurch
aus, dass sie einen ausgeprägten Kragen, das Velum aufweist, welches die
Fortbewegung und einen Großteil der Sinneswahrnehmungen übernimmt und später
die Körperanhängsel wie Velartentakel, Augenstiele, Flossen und Schwanz bildet
und auch als viertes Keimblatt der Colchozoa (Veloderm) bezeichnet wird. Die Sacculonatanta
(Floater, siehe später), von denen sich auch die höheren Pflanzen von Colchis
(Colchophyta) ableiten, bleiben auf diesem Status. Bei höheren Tieren von
Colchis bildet sich aber auch ein durchgehender Darmtrakt. Während bei den Colchiswürmern
(Eustomata, siehe später) der After durch das Tectoderm bricht, läuft die
Bildung bei den Schnecklingen anders ab. Die Saccula streckt sich in einer
Richtung, wobei ein Vorder- und ein Hinterende entstehen und die primäre
Körperöffnung verlängert wird. Die langen Seiten berühren sich bald und
verkleben zuerst, um dann zusammenzuwachsen, wobei nur an beiden Enden jeweils
eine Öffnung übrigbleibt, von denen die vordere zum Mund und die hintere zum
After wird. Damit ist die grundlegende Struktur des Schnecklingskörper
angelegt.

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